Das Herz des deutschen Internets

21. November 2012 von Sebastian Schulte

Die Server der United Internet-Marken 1&1, WEB.DE und GMX im Rechenzentrum Karlsruhe werden regelmäßig gewartet.

Die Server der United Internet-Marken 1&1, WEB.DE und GMX im Rechenzentrum Karlsruhe werden regelmäßig gewartet.

Wenn persönliche Dokumente in einer „Wolke“ abgelegt werden, stellt sich die Frage der Sicherheit nahezu zwangsläufig. Internet-Nutzer, die sich für Cloud Computing entscheiden, sollten bei der Wahl des Lösungs-Anbieters deshalb ganz genau hinschauen. Geprüft werden sollten unter anderem der Standort der Rechenzentren sowie die Absicherung der Server vor physikalischen Gefahren und Cyberattacken. Welchen Aufwand GMX betreibt, um reibungslose Prozesse zu ermöglichen und den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten, wird bei einem Besuch in Karlsruhe rasch deutlich.

Am Dienstleistungszentrum Brauerboulevard haben wir Anfang 2003 eines der modernsten Rechenzentren Europas in Betrieb genommen. 15 Millionen Euro flossen allein in die Infrastruktur – die Technikkosten übersteigen diesen Betrag bei Weitem. Kaum jemand würde vermuten, dass hinter den grauen Mauern das Herz des deutschen Internets schlägt.

Verteilt auf eine Grundfläche von rund 2.000 Quadratmetern verwalten wir gemeinsam mit den United Internet-Marken 1&1 und WEB.DE über die Hälfte aller E-Mail-Postfächer, die es hierzulande gibt. Außerdem ungefähr jede dritte deutsche Homepage.

Die Tour durch unser Rechenzentrum beginnt auf einer Waage. Wer einen Blick in die Server-Räume werfen will, muss zunächst die „Personenvereinzelungsanlage“ passieren. Die zweitürige Schleuse verhindert, dass Unbefugte Zutritt erlangen. Um sie zu durchqueren, ist ein sechstelliger Code erforderlich. Nach Eingabe der richtigen PIN-Nummer wird anhand eines Gewichtsabgleichs die Identität des Gastes ermittelt. Erst dann, wenn beides mit den zuvor auf einer elektronischen Karte gespeicherten Daten übereinstimmt, wird der Weg frei.

Im Inneren setzen sich die Kontrollen fort. 180 Videokameras überwachen jeden Schritt. Die Aufnahmen werden über Bewegungsmelder gesteuert. Die Server-Räume erfordern eine separate Zugangsberechtigung. Nach dem Öffnen der schweren Stahltüren ist Eile geboten: Werden sie nicht innerhalb von 30 Sekunden wieder geschlossen, wird ein Alarm ausgelöst. Die elf Rechner-Räume sind mit 660 Server-Racks bestückt. Die Schränke sind in Dreierreihen angeordnet und bieten jeweils Platz für bis zu 80 Server.

Die Rechner-Räume sind vollklimatisiert. Fünf bis sechs Umluftkühlgeräte sorgen dafür, dass die Prozessoren trotz Dauereinsatzes nicht heiß laufen. Das Kühlsystem ist wie alle anderen zentralen Komponenten des Rechenzentrums mehrfach abgesichert. Diese Redundanz garantiert höchste Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.

Was wir tun, um die Stromversorgung sicherzustellen, und unsere Server vor äußeren Gefahren wie Feuer oder Wasser zu schützen, erfahrt Ihr hier im Newsroom.

Kategorie: GMX Intern

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