Studie: E-Mail-Nutzung nimmt weiter zu

23. März 2015 von Sebastian Schulte

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Das E-Mail-Aufkommen von 1994 – 2015.

In Deutschland werden in diesem Jahr so viele E-Mails verschickt wie nie zuvor. Das geht aus Schätzungen der beiden führenden Anbieter WEB.DE und GMX hervor. Gegenüber 2014 wächst das echte, also um Spam bereinigte Mail-Aufkommen demnach um mehr als 6 Prozent auf insgesamt 537,1 Milliarden. Befeuert wird der Boom von der stark zunehmenden mobilen Nutzung. Denn wenn sie nicht gerade telefonieren, nutzen die Deutschen ihr Handy am liebsten zum Lesen und Schreiben von E-Mails.

Wie eine aktuelle Studie der Convios Consulting GmbH für GMX und WEB.DE zeigt, rufen fast 30 Prozent der Befragten auch unterwegs regelmäßig ihre E-Mails ab. Weitere 36 Prozent tun dies zumindest gelegentlich. Zum Vergleich: Nur 23 Prozent sind regelmäßig über eingehende Nachrichten in sozialen Netzwerken informiert, gerade einmal 17 Prozent kommunizieren regelmäßig via Instant Messenger.

Seit 2012 hat sich der Anteil der Bundesbürger, die ihre E-Mails regelmäßig auch auf dem Handy abrufen, von 12,6 auf jetzt 29,4 Prozent mehr als verdoppelt. „Wir haben unter unseren 34 Millionen Kunden inzwischen bereits über 14 Millionen aktive Nutzer auf mobilen Endgeräten“, berichtet Jan Oetjen, Geschäftsführer von Deutschlands führenden E-Mail-Anbietern WEB.DE und GMX.

Männer nutzen E-Mails häufiger als Frauen

Austausch von E-Mails (Bild: Vladislav Kochelaevs/Fotolia.com)

E-Mail-Kommunikation ist in Deutschland sehr beliebt (Bild: Vladislav Kochelaevs/Fotolia.com – Archiv).

Getrieben wird der Trend vor allem von Männern. 40 Prozent nehmen mehrmals täglich das Smartphone in die Hand, um nach neuen E-Mails zu schauen (Frauen 32 Prozent). Bei den Altersgruppen zeigen die 20- bis 29-Jährigen die höchste Nutzungsintensität: 47 Prozent rufen ihre E-Mails mehrmals täglich ab.

Waren es früher die standardmäßig auf dem Smartphone vorhandene Mail-Funktion oder der mobile Webbrowser, über die sich Nutzer bevorzugt in ihr Postfach einloggten, werden dazu heute immer häufiger von den Mail-Providern entwickelte Apps verwendet. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der App-Nutzer der Studie zufolge auf 38 Prozent – ein Plus von 7 Prozent gegenüber 2013.

Deutsche Anbieter dominieren Heimatmarkt

Die in der Initiative „E-Mail made in Germany“ organisierten Dienste GMX, WEB.DE, T-Online, freenet und 1&1 kommen laut Erhebung der Convios Consulting GmbH auf einen Marktanteil von 72,5 Prozent. Demgegenüber haben nur 19 Prozent der Deutschen ihr am meisten genutztes E-Mail-Postfach bei einem der US-Anbieter AOL, Google (Gmail), Microsoft (Outlook) Yahoo oder Apple (iCloud).

Hier die Top Ten der am stärksten genutzten Anbieter:

  1. 1. GMX 27,34 Prozent
  2. 2. WEB.DE 26,44 Prozent
  3. 3. T-Online 11,63 Prozent
  4. 4. Outlook 8,15 Prozent
  5. 5. AOL 5,17 Prozent
  6. 6. Freenet 4,37 Prozent
  7. 7. Gmail 4,08 Prozent
  8. 8. Eigene E-Mail-Domain 3,38 Prozent
  9. 9. Arcor 2,88 Prozent
  10. 10. 1&1 2,68 Prozent

Die Branchengrößen GMX und WEB.DE transportieren jeden Monat über acht Milliarden E-Mails. Pro Sekunde werden von den Servern in den deutschen Hochleistungsrechenzentren der beiden Provider damit rund 3.000 Nachrichten verarbeitet.

Zur Methodik: Die Convios Consulting GmbH untersucht seit 2009 jährlich für GMX und WEB.DE das Kommunikationsverhalten der deutschen Internet-Nutzer. Für die aktuelle Studie wurden 1.006 Personen ab 14 Jahren befragt.

Kategorie: Pressemitteilungen

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