Die Mehrheit der Wahlberechtigten informiert sich im Fernsehen über die Bundestagswahl: 56 Prozent nutzen öffentlich-rechtliche, 32 Prozent private Sender. Es folgen Online-Nachrichtenportale (36 %), Radio (35 %), regionale Tageszeitungen, ob gedruckt oder online (30 %), sowie soziale Medien (25 %). Die Jüngeren bevorzugen hingegen soziale Medien: Bei den 18-29-Jährigen sind es 46 Prozent und bei den 30-39-Jährigen 39 Prozent, die Instagram, TikTok, Facebook oder X als erste Anlaufstelle verwenden. Knapp dahinter folgen bei den 18-29-Jährigen öffentlich-rechtliche TV-Sender (43 %) und Online-Nachrichtenportale (37 %).
Faktenprüfungen durch Experten
65 Prozent der wahlberechtigten Deutschen sprechen sich für eine Überprüfung potenzieller Falschmeldungen in sozialen Medien durch Expertinnen und Experten aus. Bei den 18-39-Jährigen sind es sogar 69 Prozent. Nur 18 Prozent der Wahlbevölkerung würden es bevorzugen, wenn die Nutzenden selbst die Fake-News kennzeichnen, beispielsweise durch Hinweise. Gegen jegliche Faktenprüfung sind 8 Prozent der Deutschen, jeweils 3 Prozent bei den 18- bis 29- und 30- bis 39-Jährigen.
„Die Umfrage zeigt das hohe Bewusstsein der Bevölkerung für die Gefahren von Fake-News im Vorfeld der Bundestagswahl. Umso wichtiger ist es, dem mit einer transparenten und glaubwürdigen Berichterstattung entgegenzutreten. Eine klare Absage erteilen die Befragten der Idee von Mark Zuckerberg und der Praxis von Elon Musk, Inhalte in sozialen Medien durch die Nutzenden selbst – oder gar nicht mehr – überprüfen zu lassen. Faktenchecks nach strengen journalistischen Maßstäben und vertrauenswürdige Medien sind für unsere Demokratie unerlässlich“, sagt Thomas Rebbe, News-Chef von GMX und WEB.DE.
Wahl-O-Mat oder ChatGPT?
Jeder vierte wahlberechtigte Deutsche (25 Prozent) und jeder Dritte der 18-29-Jährigen (36 Prozent) will sich bei seiner Wahlentscheidung vom Wahl-O-Mat unterstützen lassen. KI hingegen spielt nur eine kleine Rolle: Nur 3 Prozent der Deutschen ziehen ein Gespräch mit ChatGPT oder anderen ChatBots ins Kalkül, bei den 18-29-Jährigen sind es 8 Prozent.
Zur Methode: Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 10.01. bis 14.01.2025 insgesamt 2.078 wahlberechtige Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wohnumfeld, Wahlverhalten und politischem Interesse quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wahlberechtigten in Deutschland ab 18 Jahren.
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