GMX und WEB.DE ziehen positive Bilanz der PGP-Einführung

Drei Monate nach Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben GMX und WEB.DE eine erste Bilanz gezogen. 250.000 Nutzer haben seit August 2015 einen PGP-Schlüssel erstellt, um ihre private Kommunikation vor unberechtigten Zugriffen abzusichern. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der international verteilten PGP-Schlüssel nach der Statistik von Sks-Keyservers.net lediglich um rund 90.000 gewachsen. Damit sind GMX und WEB.DE aktuell die am stärksten wachsende PGP-Community weltweit.

18. November 2015 von Salomé Weber

250.000 Nutzer haben seit August 2015 einen PGP-Schlüssel erstellt. (c) Shutterstock

„Die starke Vereinfachung zur Nutzung von PGP hat eine deutliche Wirkung gezeigt. Wir werden auch weiter daran arbeiten, die Verschlüsselung privater Kommunikation in Deutschland zu etablieren“, sagt Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und WEB.DE.

Für Jan Oetjen ist Deutschland auf einem guten Weg, zum Verschlüsselungsstandort Nummer eins auf der Welt zu werden. Den Weg dorthin soll die neue „Charta zur Stärkung der vertrauenswürdigen Kommunikation“ weisen, die Rahmenbedingungen formuliert und die vorhandenen Aktivitäten von Wirtschaft und Politik bündeln soll. GMX und WEB.DE gehören zu den Unterzeichnern der Charta, die auf dem IT-Gipfel in Berlin am 18. November präsentiert wird.

Dass verschlüsselte Kommunikation bei den deutschen Internet-Nutzern gefragt ist, zeigt auch eine aktuelle Umfrage* im Auftrag von GMX und WEB.DE: Mehr als jeder Zweite würde insbesondere finanzrelevante Unterlagen (60%) oder vertragsrelevante E-Mails wie Bestellungen oder Versicherungspolicen (56%) Ende-zu-Ende verschlüsseln. Auch Bewerbungsunterlagen (38%) und private E-Mails an  Freunde oder Bekannte (37%) werden als verschlüsselungswürdig angesehen.

*) Die repräsentative Umfrage basiert auf Online-Interviews mit rund 2000 Teilnehmern des YouGov-Panels Deutschland. Das Panel umfasst derzeit 170.000 Personen, die per E-Mail zu einer Umfrage eingeladen werden. Die Stichprobenziehung erfolgt per Zufall gemäß der Vorgaben der jeweiligen Studie.

 

Kategorien: Mail, Sicherheit

Verwandte Themen

Corona-Krise: Mehrheit der Deutschen will mehr digitale Möglichkeiten

• Briefpost per E-Mail und digitale Behördengänge ganz oben auf der Wunschliste
• Jeder Fünfte würde vertrauliche Digitalverfahren für rechtssicheren Dokumentenverkehr nutzen
• Kontaktloses Bezahlen und Home-Office würden viele Deutsche gerne nach der Krise fortführen
mehr

Digital Detox: Wie gelingt die digitale Fastenzeit?

Am Aschermittwoch beginnt heute die vierzigtägige Fastenzeit. Auch wenn religiöse Motivation nicht mehr unbedingt im Vordergrund steht, nehmen viele die Fastenzeit heute zum Anlass, bewusst auf bestimmte Konsumgüter oder Verhaltensweisen zu verzichten. Im Trend liegen zum Beispiel Saftfastenkuren, Süßigkeitenverzicht oder der sogenannte „Digital Detox“, bei dem bewusst auf digitale Inhalte verzichtet wird. Kann das auch bei E-Mails funktionieren? mehr