Digital Detox: Wie gelingt die digitale Fastenzeit?

Am Aschermittwoch beginnt heute die vierzigtägige Fastenzeit. Auch wenn religiöse Motivation nicht mehr unbedingt im Vordergrund steht, nehmen viele die Fastenzeit heute zum Anlass, bewusst auf bestimmte Konsumgüter oder Verhaltensweisen zu verzichten. Im Trend liegen zum Beispiel Saftfastenkuren, Süßigkeitenverzicht oder der sogenannte „Digital Detox“, bei dem bewusst auf digitale Inhalte verzichtet wird. Kann das auch bei E-Mails funktionieren?

26. Februar 2020 von Christian Friemel

Digital Fasten: Einfach mal das Smartphone weglegen. (c) GettyImages / jacoblund

Das Smartphone ist inzwischen immer dabei: Es liegt beim Abendessen auf dem Tisch, vor dem Schlafengehen wird noch durch Social Media gescrollt und direkt am frühen Morgen als erste Amtshandlung Nachrichten gecheckt. Neben all den Vorteilen üben der ständige Konsum und die durchgehende Erreichbarkeit Stress auf viele Menschen aus und erzeugen das Empfinden einer Abhängigkeit. Daher entscheiden sich immer mehr Menschen für den regelmäßigen Digital Detox – den kompletten Verzicht auf oder zumindest eine Reduktion der Nutzung von digitalen Geräten. Der Haken: Teilweise erreichen uns gerade im E-Mail-Postfach wichtige Informationen, auf die wir zeitnah reagieren sollten. Hier kommen fünf Tipps, wie das Digital-Fasten trotzdem gelingen kann:

Zeitpunkt wählen

Der Digital Detox geschieht am besten während des Urlaubs – denn wie soll man dem Chef und den Kollegen erklären, dass man für bestimmte Zeit nicht erreichbar ist und keine E-Mails beantwortet? Daher sollte ein Zeitraum gewählt werden, in dem man guten Gewissens unerreichbar sein kann. Für absoluten Notfälle sollte man dafür sorgen, weiterhin telefonisch erreichbar zu sein – das lässt sich zum Beispiel über den guten alten Festnetz-Anschluss sicherstellen.

Abwesenheitsnotiz

Genau wie für die geschäftliche E-Mail-Adresse sollte auch im privaten Postfach eine Abwesenheitsnotiz angelegt werden, damit Absender wissen, dass nicht mit einer Antwort zu rechnen ist. Für Notfälle kann in dieser Notiz ein alternativer Kontakt angegeben werden, der erreichbar ist, wenn es sich um etwas Dringliches handelt.

Ausnahmen gestatten

Komplett auf E-Mails zu verzichten ist schwierig – inzwischen landen Vertragsinformationen, Rechnungen und Mahnungen nicht mehr im Hauspostkasten, sondern im digitalen Postfach. Wer nur auf sein Handy verzichten will, sollte daher trotz Detox hin und wieder einen Blick per Laptop in sein Postfach werfen. Ein kurzer Check genügt und beruhigt das Gewissen. Manche E-Mails brauchen eine schnelle Antwort: Bevor es weitreichende Konsequenzen hat, sollten wichtige E-Mails auch in der Fastenzeit beantwortet werden.

Filterregeln und Ordner anlegen

Damit einem nach der Zeit der Abwesenheit kein E-Mail-Chaos erwartet, lohnt es sich, vor dem Detox Filterregeln anzulegen. Durch Filterregeln werden die E-Mails je nach Absender oder Betreff im Vorfeld automatisch in entsprechende Ordner sortiert. Rechnungen landen dann im „Rechnungs-Ordner“ und Updates vom Freizeitverein im „Vereins-Ordner“. Wer das intelligente Postfach aktiviert hat, bekommt alle Bestell-E-Mails in einem „Bestellungen“-Ordner sortiert und kann den Bestellstatus in Echtzeit einsehen.

Nicht nur Körper und Geist reinigen – auch das Postfach

Detox steht für Entgiftung. Das ist nicht nur gut für Körper und Geist, sondern auch fürs Online-Leben. Daher lohnt es sich, regelmäßig das Postfach auszumisten und zum Beispiel alte Kontakte, E-Mails oder Ordner zu löschen. Auch das kann einen positiven und befreienden Effekt haben. Weitere Tipps für einen digitalen Großputz finden Sie hier.

Kategorien: Mail, News

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